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alice ferriere
Die französische Mezzosopranistin Alice Ferrière wuchs im indischen Ozean auf der Insel La Réunion auf. Im Alter von sieben begann sie ihre musikalische Ausbildung am National Konservatorium für Tanz und Musik. Nach Ihrer Diplomprüfung im Fach Klarinette und Magisterstudium im „Geschichte und Politik“ an der Sorbonne (Paris), gab sie voll ihrer Gesang Ausbildung hin.
S

ie wurde an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien aufgenommen und 2012 absolvierte sie mit Auszeichnung ihr Opernstudium bei Prof. Uwe Theimer, Prof. Berverly Blankenship und Prof. Köbler. Anschliessend perfektionierte sie die Kunst der Lied & Oratorium Interpretation in der Klasse vom Prof. Charles Spencer. 2013 war sie Semifinalistin von internationalen Wettbewerben wie „Das Lied“, Lidduo Wettbewerb(Berlin- geletitet von Thomas Quasthoff) oder „Vokal Genial“, Opernwettbewerb (München) unter der Leitung von Brigitte Fassbaender und vom bayerischen Rundfunkorchester begleitet.

2016 nahm sie an der Akademie für französische Musik von Michel Plasson teil, wo sie mit diesem sowie mit José Van Dam und Sophie Koch an ihrem französischen Repertoire fein arbeiten konnte. Derzeit ist sie von Carol Blaickner-Mayo stimmlich betreut. Alice Ferrière besitzt eine solide und vielfaltige Bühnenerfahrung. Laufend ihrer Ausbildungszeit hat sie bereits verschiedenen Opernpartien auf der Bühne dargestellt. Um nur die Wichtigste zu nennen: Die Mozarts Hosenrollen des Annio (La Clemenza di Tito), des Cherubino (Le Nozze di Figaro)und des Idamante (Idomeneo), die Rolle der Amastre (Serse von Händel), die Rolle der Mrs Nolan (The Medium von Menotti).

Zwischen 2012 und 2014 gehörte sie zum Ensemble des Leo Theater in Wien, wo sie als zweite Dame (Zauberflöte) und Cherubino (Le Nozze di Figaro) sowie Fenena (Nabucco) mitgewirkt hat. Im Sommer 2013 stellte sie beim Scheidegg Opernfestival die Rolle der Erissena im Händels Oper Poro dar. Im Februar 2015 sprang sie im Grazer Opernhaus für die Rolle der Amastris (Xerxes von Händel) unter der Leitung von Konrad Junghänel ein.

2016 gab sie mit Mendelssohns Sommernachtstraum Ihrem Debüt sowohl in der National Oper von Bordeaux unter der Leitung von Paul Daniel als auch in der National Oper von Montpellier dirigiert von Michael Schønwandt. 2018 gab Sie ihr Debüt sie im Wiener Konzerthaus mit den Rollen von Céphise & Roxane in Campras «L’Europe Galante» unter der Leitung von Hugo Reyne. Im September 2018 ist sie in der Oper von Limoges ( mit Mendelssohn Sommernachtstraum) & in der Oper von Toulon in Verdis Rigoletto (Rolle von Contessa Ceprano & Page) zu hören.

Alice Ferrière singt ausserdem öfter als Solistin in Österreich, in Frankreich, auf La Réunion. Ihre warme und flexible Mezzostimme ist besonders für die Wiedergabe von Liedern und Melodien, Barock- und Kirchenmusik geeignet. Sie hat vielfach mit dem österreichischen Komponisten Herbert Lauermann zusammengearbeitet (in Alte Schmiede, National Bibliothek, Musikverein). 2016 sang sie zusammen mit dem Ensemble Magnétis (in Frankreich), mit Guillaume Fauchère und seinem Barockensemble in Wien. Sie schlägt auch regelmäßig Kammermusikabende vor, besonders in Duo mit dem deutschen Pianist Sascha El Mouissi. 2019 wird ihr erstes Album mit dem Titel « Nuit exquise » veröffentlicht, was eine Reise durch die symbolische Nacht mit Liedern & Melodien von Schumann, Berlioz, Debussy, Hahn, Boulanger, Poldowski anbietet.

Seit 2011 hat Alice Ferrière die Initiativ genommen, eine Fundation auf ihre Heimat La Réunion zu gründen, um dort die klassische Musik zu unterstützen ( Konzerte, Workshops…).

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Händel - Lascia ch'io pianga